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Standing Ovations für russischen Chor

Ensemble ,,Viva Ia musica“ aus Odessa begeisterte Zuhörer in der Auferstehungskirche

Standing Ovations für russischen Chor

Zum Konzert des Chores ,,Viva la musica“ aus Odessa konnte Pfarrer Gottfried Rösch die erwartungsvollen Besucher in der Auferstehungskirche begrüßen. Unter der Leitung von Prof. Dr. Natalya Köhn schoss dieser Chor ein Feuerwerk chorischer Höchstleistung ab.

Den ersten Teil des Liederabends mit geistlichen Texten begann der Chor eindrucksvoll mit dem ,,Gebet“ des Ukrainers Mykola Lyssenko der auch bei Rimski-Korsakow studiert hatte. Die jungen Stimmen in allen Lagen führte Natalya Köhn mit feinfühligem Dirigat. Mit fast nur noch spürbaren Pianissimo zu mächtigen Fortissimo getrieben konnte man Gebete und Bitten an Gott um Segen und Errettung auch ohne Kenntnis der ukrainischen Sprache fast körperlich mitempfinden und mitbeten.

Vier Zugaben gefordert

Die Brücke zwischen dem ersten und dem Schlussteil baute das kleine Vokalensemble des  Chores, bestehend aus je zwei Solostimmen im Sopran, Alt, Tenor und Bass mit dem ukrainischen Volkslied: ,,Oi u Gaju, pry Dunaju“. Nachdern die Sopranist-in Julio Timakowa und der Bassist Andrej Malinitsch, beide Musikstudenten an der Hochschule in Odessa, mit Soloeinlagen dem Konzert noch zwei Glanzpunkte aufsetzten, startete der Gesamtchor mit Gioachino Rossinis ,,Toast pour le neuvel an“ in dem sich wundervoll Witz und Ironie seiner ,,Alterssünden“, wie er es bezeichnete, widerspiegeln. ,,Horch, was kommt von draußen rein“ und andere deutsche Volkslieder konnte man dann von diesem Chor der Sonderklasse hören, wie man sie nicht oft erlebt. Als dann in der letzten Strophe aus ,,Kein schöner Land“ – ,,Nun Brüder eine gute Nacht, der Herr im hohen Himmel wacht. In seiner Güte uns zu behüten, ist Er bedacht-“, erklang, hatte sicher mancher Besucher das Gefühl, das unter die Haut geht. Speziell auch im Hinblick auf die persönliche Lage der Menschen in der derzeitigen Ukraine. Erst nach vier Zugaben entließen die begeisterten Zuhörer mit “Standing Ovations“ den Chor „Viva la musica“.

Donau Anzeiger, 3.07.2014

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